Ein Veranstaltungstipp für den heutigen Abend: Lust oder Last? Die Architektur der 1960er und 1970er Jahre

Die Vortragsreihe architectural tuesday der Fakultät für Architektur widmet sich in diesem Semester der Architektur der 1960er und 1970er Jahre. Zwei ambivalente Jahrzehnte, dessen Potential in der heutigen Generation in den Hintergrund gerückt oder gar verschwunden scheint. In sechs Vorträgen soll der Charakter dieses Zeitalters noch einmal aufgezeigt und seine Relevanz für die zeitgenössische Architektur diskutiert werden.

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Ein Veranstaltungstipp für den heutigen Abend: „Das sprengt jeden Rahmen“

Ein Gespräch über Kostenexplosion und Terminüberschreitung bei Bauprojekten der Öffentlichen Hand

Elbphilharmonie, Flughafen Berlin-Brandenburg, Oper Köln: das sind nur drei von vielen öffentlichen Bauprojekten, die aus dem Ruder laufen. Die öffentliche Debatte über solche Projekte begnügt sich meist mit der Suche nach sogenannten Verantwortlichen. Man will den „Sündenbock“. Das kann der politische Gegner sein, die „unfähige Verwaltung“, „die“ Politik ganz allgemein. In der Sache führt diese Debatte kaum weiter. Das hdak macht den Versuch, über die Ursachen von Kostenexplosion und Terminüberschreitung ohne Polemik und Schuldzuweisung zu sprechen.

Es soll um strukturelle Ursachen gehen, die vermutlich eine größere Rolle spielen als persönliches Versagen Einzelner. An der Ursachenforschung beteiligen sich Dr. Martin Brans (Leiter der Niederlassung Köln Bau- und Liegenschaftsbetrieb BLB NRW), Klaus Harzendorf (Leiter des Amtes für Straßen und Verkehrstechnik der Stadt Köln), Klaus Küppers (Consultant bei Ernst & Young Köln), Petra Rinnenburger (Betriebsleiterin der Gebäudewirtschaft der Stadt Köln), Martin Struck (Diözesanbaumeister des Erzbistums Köln).

Gesprächsleitung: Jürgen Keimer (Vorstandsmitglied Haus der Architektur Köln)

Dienstag, 03.05.2016, 19:00 bis 20:00 Uhr | Haus der Architektur Köln, Josef-Haubrich-Hof, 50676 Köln | Veranstalter: Haus der Architektur Köln, in der Reihe „Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur“ | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

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Unser Tagestipp: Denkmal des Monats April 2016

Öffentliche Präsentation des RVDL

Seit mehr als 30 Jahren stellt der Arbeitskreis „Denkmal des Monats“ im Regionalverband Köln des Rheinischen Vereins bedrohte Denkmäler der Öffentlichkeit vor, um den Blick auf diese zu lenken und Missstände aufzuzeigen. Am historischen Ortsrand von Alt-Porz, wo bis ins ausgehende 19. Jahrhundert die Porzer Windmühle stand, ist das Wohnhaus Hauptstraße 352 heute für den von Norden kommenden Reisenden ein weithin sichtbares Gebäude. Es erhebt sich direkt in der Achse der Porzer Hauptstraße, die hier nach Westen verschwenkt. Das seit 1980 unter Denkmalschutz stehende Objekt ist ein zweigeschossiges, stuckverziertes Gebäude auf quadratischem Grundriss, welches traufständig zur Hauptstraße liegt.

Auch heute im verwahrlosten Zustand ist es noch eine auffällige städtebauliche Dominante. Zusammen mit den verbliebenen drei Villen der Jahrhundertwende von 1900 an der Porzer Hauptstraße und der Lukaskirche bildet das Wohnhaus ein für Alt-Porz bedeutendes historisches Siedlungsensemble und Zeugnis der Siedlungsentwicklung. Umso gravierender ist deshalb auch sein jahrelanger Leerstand und der damit verbundene Verfall in Folge unterbliebener Pflege- und Instandsetzungsarbeiten. Seit vielen Jahren befindet sich das Objekt im Besitz der Stadt Köln, die es wohl im Zuge des geplanten Ausbaus der Poststraße zur Ortsumgehung Zündorf erworben hat. Nachdem diese Planungen jedoch lange geändert sind, wäre es wünschenswert, das Objekt würde baldigst an einen Liebhaber verkauft, der es behutsam saniert und es so wieder zu dem Schmuckstück macht, das es einst war.

Mit seiner Präsentation als Denkmal des Monats möchte der AK „Denkmal des Monats“ auf diese lange Jahre dauernden Missstand hinweisen und die städtischen Entscheidungsträger sowie die Bevölkerung darauf aufmerksam machen.

Freitag, 29.05.2016, 16:00 Uhr | Wohnhaus Hauptstraße 352 / Ecke Poststraße, 51143 Köln-Porz | Veranstalter: RVDL Rheinischer Verein für Denkmalpflege und Landschaftsschutz, Regionalverband Köln | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

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Unser Tagestipp: Ausstellungseröffnung des AIT-Award 2016

Mit 782 Projekte, 48 Nominierungen, 35 Nationen und 10 Juroren – der AIT-Award 2016 spricht auch zum dritten Mal mit seinen Zahlen für sich und wurde mit einer feierlichen Preisverleihung gewürdigt. Im Rahmen der Messe Light + Building in Frankfurt am Main erhielten die Sieger des international ausgeschriebenen Wettbewerbes für Architektur und Innenarchitektur am 16. März 2016 ihre Auszeichnungen und Urkunden. Die baukulturell hoch engagierten Industrieunternehmen Artemide, Dorma, Gira und XAL unterstützten gemeinsam mit der Messe Frankfurt den AIT-Award, die Ausstellung und die Preisverleihung.

Im Rahmen der Vernissage am Donnerstag, den 28. April 2016 wird Eric Lapierre, Preisträger aus Paris in der Kategorie Wohnen/Living, einen Einblick geben in seine Tätigkeitsfelder: Architektur, Text und Sound, die im Zusammenschluss das Büro ELEX – Eric Lapierre Experience – formen.

Donnerstag, 28.04.2016, 19:30 Uhr | AIT-ArchitekturSalon Köln, Vogelsanger Straße 70, 50823 Köln | Veranstalter: AIT-ArchitekturSalon Köln | | Eintritt frei, Anmeldung erbeten an koeln@ait-architektursalon.de

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Unser Tagestipp: Brennpunkt öffentlicher Raum, um 19 Uhr im hdak

Öffentliche Sicherheit und Öffentlicher Raum: seit Monaten wird in Köln und der Republik über die Silvester-Vorfälle diskutiert und berichtet. Was kann Architektur leisten, um sich im öffentlichen Raum wohl zu fühlen und diesen auch gefühlt sicherer zu gestalten?

Prof. Ludwig Wappner aus dem Büro Allmann, Sattler Wappner Architekten aus München, der zur Zeit die gesamte Domumgebung und insbesondere auch die Unterführung unter dem Museum Ludwig gestaltet, wird hierzu in einem Vortrag seine Vorstellungen und Erfahrungen in Köln auch im Vergleich zu anderen öffentlichen Projekten seiner Heimatstadt München darlegen.

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Unser Veranstaltungstipp für den 19.04.2016 | Perspektiven für das Wohnen in Chorweiler | Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur

Die städtische Wohnungsbaugesellschaft GAG Immobilien AG wird im Norden des Kölner Stadtteils Chorweiler 250 neue Wohnungen bauen und 1.200 Wohnungen einer sog. „Schrottimmobilie“ im Zentrum der Großsiedlung sozialverträglich modernisiern. Viel öffentliches Geld wird hierfür in die Hand genommen. Beginnt in Chorweiler eine neue Ära, zusammen mit der geplanten Aufwertung durch die Stadtplanung?

Kathrin Möller, Mitglied des GAG-Vorstands, im Gespräch mit dem hdak und dem Publikum zu den anspruchsvollen Plänen ihres Unternehmens.

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Unser Veranstaltungstipp für den 18.04.2016 | Kunst oder: der öffentliche Raum | BDA Montagsgespräch

Die Straßen in den Großstädten haben noch viele andere Funktionen außer der, einen Platz für Fahrzeuge zu bieten, und die Bürgersteige […] haben noch viele andere Funktionen, außer Platz für die Fußgänger zu bieten […] Ein Bürgersteig in einer Großstadt ist für sich genommen, ein leerer Begriff. […] Erst im Zusammenhang mit den angrenzenden Gebäuden und mit deren Nutzung oder erst in Verbindung mit der Benutzung anderer Bürgersteige in der Nähe gewinnt er Bedeutung [..]

(Jane Jacobs, Tod und Leben großer amerikanischer Städte, Deutsche Ausgabe 1963, S. 27)

Alles ist Kunst – und Kunst ist alles. Welche Funktionen werden welchen Ebenen der Stadtnutzung zugeordnet und welche Rolle spielt die Kunst dabei? Welche Öffentlichkeit wird der Kunst gewidmet? Wo beginnt die Öffentlichkeit eines städtischen Raums und wie wichtig ist die Öffentlichkeit, also der Bürger und damit die Kommune, für die Kunst in der Stadt?

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