Das Ford-Areal in Köln-Niehl ist kein leerer Ort. Auf rund 210 Hektar prägen Produktionsanlagen, Hallenstrukturen, Logistik und Werksinfrastruktur den Kölner Norden. Gleichzeitig verändern technologische Umbrüche und der Wandel der Mobilität die Grundlagen des Standorts. Produktionsprozesse wandeln sich und Nutzungen verlieren möglicherweise an Bedeutung. Wie kann das Werksgelände schrittweise weiterentwickelt werden?
Paula Schumacher und Solveig Marie Abel, Absolventinnen der TH Köln, stellen im Rahmen der Veranstaltung ihre Masterarbeit „Relikt und Ressource – Vom monofunktionalen Werk zum produktiven Grüngürtelquartier“ vor und zeigen darin eine mögliche Zukunft für die Kölner Ford-Werke auf.
Ausgangspunkt ist die Hypothese einer partiellen Obsoleszenz als schrittweiser Transformationsprozess. Bevor großflächiger Leerstand entsteht, können bestehende Strukturen neu gelesen und ergänzt werden. Darin liegt die Chance, den Bestand als Ressource zu begreifen und das industrielle Gefüge durch neue Formen des Wohnens, Produzierens und öffentlicher Freiräume weiterzuentwickeln. Das Konzept versteht das Ford-Areal als fehlendes Puzzleteil des Äußeren Grüngürtels und zielt darauf ab, das abgeschlossene Gelände mit der Stadt und ihrem Freiraumsystem zu vernetzen. Anhand einer Halle zeigen die beiden Absolventinnen exemplarisch, wie bestehende Strukturen durch Eingriffe weiterentwickelt und mit neuen Nutzungen überlagert werden können – als Transformation, die im Übergang stattfindet.
Referentinnen: Paula Schumacher und Solveig Marie Abel, Absolventinnen der Masterschwerpunkte „Strategien des Entwerfens und Konstruierens“ bzw. „Energie- und Ressourcenoptimiertes Bauen“ an der TH Köln.
Moderiert von: Elisa Kania - Vorstandsmitglied hdak