Wie lässt sich die Transformation zu einer klimafreundlichen und -resilienten Stadt gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten? Mit den Klimavierteln verfolgt Bonn einen dezentralen Ansatz: In allen vier Stadtbezirken arbeiten zivilgesellschaftliche Organisationen und Stadtverwaltung zusammen, um das Thema im Alltag zu verankern, Engagement zu fördern und dauerhafte Partnerschaften aufzubauen. Die Stadt finanziert und begleitet die Arbeit; die Trägerorganisationen bringen ihre lokale Verankerung ein und vernetzen Vereine, Initiativen und Nachbarschaften.
Herzstück der Klimaviertel sind die Mitmachzentren: offene Orte für Begegnung, Beratung und gemeinsames Handeln, etwa im Kulturzentrum Brotfabrik in Beuel oder im MEDING:HOME in Medinghoven. Hier werden Ideen aufgegriffen, Wissen geteilt und Projekte unterstützt. Wie praktisch das werden kann, zeigen die „Balkonscouts“, die Nachbar*innen bei der Umsetzung eigener Balkonkraftwerke unterstützen, oder offene Fahrradwerkstätten. Zukunftsforen schaffen darüber hinaus Raum, um gemeinsam Perspektiven für das Viertel zu entwickeln und weitere Menschen für die Mitgestaltung zu gewinnen.
Dr. Raphael Karutz, Leiter der Abteilung Bürgerbeteiligung der Stadt Bonn, stellt das Projekt vor und lädt zum Austausch darüber ein, wie nachbarschaftliches Engagement langfristig gestärkt werden und Strukturen wie die Klimaviertel ausgebaut und verstetigt werden können.
Moderation: Prof. Dr. Jan Üblacker