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20 Kölner - 20 Orte

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums des hdak im Jahre 2025 haben zwanzig Kölnerinnen und Kölner ihre Lieblingsorte in der Rheinmetropole benannt – Orte, die sie als architektonisch oder städteplanerisch besonders herausragend empfinden oder auch Orte, die aus ganz persönlichen Gründen eine große Rolle für sie spielen.

Befragt wurden bekannte Persönlichkeiten, aber auch Mitbürger und Mitbürgerinnen, die normalerweise nicht im Rampenlicht der Öffentlichkeit stehen. Zusammengekommen ist auf diese Weise eine sehr subjektive Auswahl von Gebäuden, Plätzen und Parks, die oft auch abseits der üblichen touristischen Pfade liegen.

Auf diese Weise ist ein mosaikartiges Bild von besonders lebens- und liebenswerten Orten in Köln entstanden - erschaffen durch ganz unterschiedliche Vertreter unserer Stadtgesellschaft, ins Bild gesetzt von der Architekturfotografin Viola Epler und präsentiert im Rahmen einer Ausstellung im Kubus des hdak sowie in einer Reihe bei Instagram

Groß St. Martin

„Groß Sankt Martin ist mir deshalb so teuer, weil dort die Gemeinschaft von Jerusalem morgens, mittags und abends für ihr wunderschönes Gebet zusammenkommt. Aber natürlich auch und vor allem wegen der vollkommenen Architektur. Einen Raum wie diesen gibt es in Köln sonst nicht und nur wenige auf der Welt.“

Navid Kermani, Schriftsteller

© Viola Epler

Beethovenpark

„Die Landschaft gibt Weitblick und Geborgenheit zugleich. Sie begleitet einen mit dem stetigen Wandel der Farben und Gerüche durch die Jahreszeiten. Durch das Gartentor dem Zuhause entschwunden, bot der Park mir Raum für Freundschaften, die Liebe und das Alleinsein.“

Viola Epler, Fotografin

© Viola Epler

ELSA in der Südstadt

„In meiner Freizeit gehe ich gern ins ELSA. Vor dem Hintergrund der reizvollen gründerzeitlichen Bauten der Südstadt repräsentiert es einen lebendigen urbanen Raum, der die Kölner Veedelskultur in seiner Vielfältigkeit widerspiegelt. Die Allee entlang der Alteburgerstraße bildet dazu eine natürliche und ästhetisch ansprechende Kulisse.“

Markus Greitemann, Baudezernent der Stadt Köln

© Viola Epler

Schnüsse Tring-Brunnen

 „Der Brunnen in Ossendorf ehrt Katharina Stockhausen, eine selbstbewusste Dienstmagd, die ihrer Zeit voraus war. Zudem war er mein Spot – mein Treffpunkt nach der Schule mit meinen Freundinnen. Ein eigentlich unscheinbares Denkmal, das sich mit meinen eigenen Erinnerungen verbindet.“

Nazmiye Konus, Fachinformatikerin bei Ford

© Viola Epler

CARLsGARTEN

„Mein Lieblingsort könnte auch ein Ort sein, der schmerzt, direkt neben dem gefühlt ewigen „Interimsspielort“ des Schauspiel Köln – einerseits. Anderseits bietet er mit seiner Kombination aus Industriebauten und Wildwuchs ungeahnte Entspannung beim Liegen, Sitzen, Trinken oder Speisen!“

Dirk Steinkühler, Geschäftsführer Filmpalette + Filmhaus Köln

© Viola Epler

Zoobrücke

 „Die Zoobrücke über den Rhein, als eines der Eingangstore zur Domstadt. Von dort blickt man rechts auf die “Kölner Kugel“ der DEVK und links auf unseren geliebten Dom. Was kann es Schöneres zur Begrüßung geben!“

 HA Schult, Künstler

© Viola Epler

Brauhaus Gaffel am Dom

„Mein Lieblingsort ist das Gaffel am Dom, weil hier täglich echte kölsche Brauhauskultur gelebt wird. Menschen aus aller Welt treffen auf Stammgäste, die gemeinsam erleben, wie Kölsch verbindet – über Generationen, Sprachen und Kulturen hinweg.“

Roland Schwarz, Köbes

© Viola Epler

Café KommRhein

„Umzüge, Möbellager, Entrümpelungen - die sozialistische Selbsthilfe Mülheim war strukturell unterfinanziert. Die Lösung ist das Café KommRhein direkt an der Hochwassermauer in Stammheim. Ein zweites Standbein für die zwanzig Menschen, die sich ohne Staatsknete selbst finanzieren.“

 Franz Meurer, Pfarrer

© Viola Epler

Ehemaliges Kassenhaus im Gerling Quartier

„Sowohl der Anblick des Gebäudes als auch die Aussicht vom Gebäude sind für mich ein Highlight  - nicht nur, weil ich in direkter Nachbarschaft wohne und oft in den Genuss von An- und Ausblick komme, sondern da ich es wirklich als etwas ganz Besonderes für Köln betrachte. Ein echter Lieblingsort eben.

André Schulze Isfort, Ehrenpräsident der StattGarde Colonia Ahoj e. V. 

© Viola Epler

Panbrunnen

 "Mein Lieblingsort ist der über 100 Jahre alte Panbrunnen in Braunsfeld, umrahmt von zauberhaften Altbauten und im Frühjahr malerisch blühenden Magnolien. Besonders schön finde ich, dass der im Krieg stark beschädigte Brunnen durch das Engagement der Anwohner 2002 wieder voll in Betrieb genommen werden konnte."

 Bastian Campmann, Frontmann von Kasalla

© Viola Epler

Philharmonie

 „Die Kölner Philharmonie besticht im Ensemble mit dem Museum Ludwig durch eine einmalige Architektur und darüber hinaus durch eine hervorragende Akustik. Die Kölner Philharmonie ist das schönste Gebäude, das in Köln seit den 1980er Jahren gebaut wurde.“ 

Louwrens Langevoort, Intendant der Kölner Philharmonie

© Viola Epler

Melatenfriedhof

„Schon als Kind habe ich in den Ferien als „Helfer“ meiner Eltern auf Melaten mein Taschengeld aufgebessert. Seitdem ist der Friedhof auch dank meines Berufes so etwas wie ein zweites Zuhause – und das nicht nur in diesem Leben, sondern auch darüber hinaus.“

Christoph Kuckelkorn, Bestattungsunternehmer und Präsident des Festkomitees Kölner Karneval

© Viola Epler

Schiffsbug des Schokoladenmuseums

„60 Stufen und heraus aus der kölschen Froschperspektive, steht man auf dem Schiffsbug des Schokomuseums. Fast mitten im Strom, grüßt die Schäl Sick luftig und grün. Der Dom kaum größer als die Handwerkskammer. Dazu der Glücksgeruch der Schokolade.“

 Martin Stankowski, Autor und Stadtbilderklärer

© Viola Epler

Südbrücke

„Ich liebe die Südbrücke, eine Brücke für Phantasten und Geschichtenerzähler, Wegflieger und Träumer. Sie tut solide, aber sie vibriert und bebt und läßt sich unten vom Fluss mitreißen und oben von den Wolken, von beiden Seiten kommen Züge und unten fahren die Kohlenschlepper im rechten Winkel dazu.“

Elke Heidenreich, Autorin

© Viola Epler

Domplatte

 „Ich arbeite an meinem Lieblingsort in Köln: Das ist der Dom, weil der so groß und schön aussieht und hier immer viele Touristen sind.“

Werner Oberlack, Straßenreiniger der AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln

© Viola Epler

Kapelle Madonna in den Trümmern

„Ein Ort der Stille im Trubel der Kölner Innenstadt: die Marienkapelle. Sie ist alles, was von St. Kolumba nach dem Zweiten Weltkrieg blieb, heute von moderner Architektur umrahmt. Ein Ort voller Geschichte und doch zeitlos. Für mich ganz besonders.“

Vincent Moissonnier, Kölner Gastronom

© Viola Epler

Bayenturm

„Mein Lieblingsort ist der Bayenturm, in dem seit 1994 der FrauenMediaTurm logiert, das von mir gegründete feministische Archiv. Der mittelalterliche Wehrturm wurde Anfang der 1990er Jahre menschengerecht mit Stahl, Glas und Holz ausgebaut. Er ist, gleich nach dem Dom, das historische Herz von Köln.“

Alice Schwarzer, Publizistin und Vorstandsvorsitzende der Stiftung FrauenMediaTurm

© Viola Epler

Innenhof des Museums für Angewandte Kunst 

„Eine Oase in der Innenstadt ist für mich der Innenhof des Museums für angewandte Kunst. Bescheiden, baumeisterlich gestaltet nimmt er in seiner architektonischen Vielfalt den kontemplativen Gedanken des Kreuzgangs der benachbarten Minoritenkirche auf.“

Anton Bausinger, Bauunternehmer und Vorstandsvorsitzender des Kölner Haus- und Grundbesitzervereins von 1888

© Viola Epler

„Trauernde Eltern“ in Alt St. Alban

„`Emotionale Schlagkraft´, damit wird oft das Werk von Käthe Kollwitz beschrieben. Jahre vor Gründung des ihr gewidmeten Museums habe ich als junge Studierende erfahren, was damit gemeint ist, als ich zum ersten Mal auf die beiden Figuren traf. Der tiefe Schmerz der Eltern ging mitten ins Herz.“

Hannelore Fischer, Ehem. Direktorin des Käthe Kollwitz Museum Köln

© Viola Epler

Deutzer Brücke bei Nacht

 „Der Rhein fließt unter mir, gleich bin ich zu Hause. Die Stadt funkelt, die Kirchtürme mahnen ernst. Die Papageienfamilie schläft und träumt vielleicht vom Morgen.

 Köln will geliebt werden – und hat es wieder einmal geschafft.“

Susanne Imhoff, Vorstandsvorsitzende der Imhoff Stiftung