Themen: Charakter und Identität, Masterplan, Vorstadt, Trabantenstadt
Chorweiler war als zweites Stadtzentrum Kölns konzipiert, als Satellitenstadt im Norden. Ursprünglich sollte es 300.000 bis 350.000 Einwohner beherbergen (Das Neue Köln, S. 17), heute sind es nur etwa 80.000. Schwarz selbst sagt über das Wohngebiet: „Diese Milchstraße, die sich um das Industriegebiet windet, kann niemals eine echte Stadt werden …“ (Das Neue Köln, S. 17)
Chorweiler leidet unter den typischen Merkmalen der autogerechten Stadt und ist zugleich geprägt von internationalen Gesellschaftsmodellen des 20. Jahrhunderts, wie sie beispielsweise von Victor Gruen propagiert wurden. Das Zentrum von Chorweiler weist eine Bevölkerungsdichte von 6.700 Einwohnern pro km² auf, eine der höchsten in Köln, dennoch fehlt ihm der Charakter seines Gegenstücks in der Innenstadt. Im starken Gegensatz dazu sind weite Teile des Stadtteils nach wie vor ländlich geprägt.
Im Rahmen der vom Gottfried-Böhm-Stipendium durchgeführten Forschungs- und Entwurfsarbeit wird die Zukunft des Stadtteils untersucht. Es werden Strategien und Entwürfe für die lange und kurze Frist diskutiert, die eine unerwartete Zukunft für Chorweiler entwerfen. Sie sind eingeladen, an einer Diskussion über die Zukunft teilzunehmen.
Referentin: Leona Dusanovic
Architektin, derzeitige Stipendiatin des Gottfried-Böhm-Stipendiums. Abschluss als Master of Architecture an der RMIT University Melbourne, zuvor Senior Associate bei NH Architecture in Melbourne und Leitung zahlreicher Designstudios im Master of Architecture-Programm der RMIT University.
Moderation: Susanna Häck
Wichtiger Hinweis: Der Vortrag ist auf Englisch
Dienstag, 30. Juni 2026, 19:00 Uhr | Kubus, Josef-Haubrich-Hof, 50676 Köln | Haus der Architektur Köln e.V. -Jeden Dienstag, 19 Uhr – eine Stunde Baukultur | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich