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Aktuelles | 04.11.2026

03.11.26 Nachbericht: Au Repair! Wiederverwenden, weiterbauen, gemeinsam handeln

Eine Stunde Baukultur im KulturKubus: Das Kollektiv Au Repair! zeigte, wie aus Vorgefundenem etwas Neues entsteht und wie aus dem gemeinsamen Machen eine wachsende Community werden kann.

Zu Gast im Kubus war am 3. November das Kollektiv Au Repair!, ein Zusammenschluss von Künstler:innen, Kurator:innen und Architekt:innen. Statt eines klassischen Vortrags gab es die Gelegenheit, ins gemeinsame Handeln zu kommen: eine Küchen- und Essen-Assemblage aus vor Ort gefundenen Bauelementen und geretteten Lebensmitteln lud zum gemeinsamen Zubereiten an. Zwischendurch erzählten die Mitglieder in lockerer Atmosphäre von ihrer Arbeit.

Vom Netzwerktreffen zum Festival

Die Anfänge liegen im Kubus: Bei einem Netzwerkformat lernte sich die Gruppe kennen. Aus ersten Gesprächen wurde die Idee eines Festivals, das 2024 am Josef-Haubrich-Hof stattfand. Bis dahin vergingen rund neun Monate, in denen Fördermittel eingeworben und Künstler:innen eingeladen wurden. Das Besondere: Bauteile aus der leergezogenen Stadtbibliothek, darunter Deckenelemente, wurden geborgen und zu einer großen Struktur auf dem Platz weiterverwendet. Teils geplant, teils spontan improvisiert, entstanden daraus Räume für verschiedene Vereine und Initiativen. Auch die Frage nach dem richtigen Umgang mit der (Drogen-)Konsumsituation vor Ort gehörte dazu. Einige Personen vom Platz konnten in den Auf- und Abbau der Festivalstruktur mit eingebunden werden. 

Neue Juwelen in der Hohe Straße

In diesem Jahr übernahm Au Repair! mit Unterstützung von Baukultur NRW kurzzeitig einen leerstehenden Juwelierladen in der Hohe Straße, der perspektivisch abgerissen werden soll. Gemeinsam mit Studierenden der TH Köln wurden Bauteile aus umliegenden Abrissgebäuden geborgen und als „Neue Juwelen“ präsentiert. In einer abschließenden Auktion fanden die Objekte neue Besitzer:innen. Dabei ging es darum, das Material als Objekt mit all seinen Facetten und seiner Geschichte in den Vordergrund zu stellen und neue Formen der Wert-Ermittlung zu erproben.

Die Botschaft des Abends

Für sehr viele Dinge gibt es eine Wieder- oder Weiterverwendung, ob Bauteil, Möbel oder Lebensmittel. Die lokale Foodsharing-Community ist vielfältig und dank des Einsatz von vielen Engagierten ein funktionierendes agiles System. Die Freude am gemeinsamen Handeln und Interventionieren möchte Au Repair! weiter in neue Projekte einbringen und ist dabei immer offen für neue Mitwirkende und Projektvorschläge. 

Wir bedanken uns bei Au Repair! (Marie Enders, Miriam Hamel, Florian Müller und Anton Schwingen) für den inspirierenden Abend und bei allen Gästen für den lebendigen Austausch.

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