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Der Hansaplatz. Nur ein Appendix zum Klingelpützpark oder eine eigenständige Grünanlage?

21. März | 19:00-20:00

Der Hansaplatz.

Nur ein Appendix zum Klingelpützpark oder eine eigenständige Grünanlage?

Die Initiative Stadtoasen stellt sich und den Hansaplatz vor.

Kölns Attraktivität ist neben allem Besonderen, das die Stadt auszeichnet, seinen unverwechselbaren Stadträumen zu verdanken. Ist das Stadtbild auch streckenweise durch die zuweilen banale Architektur des Wiederaufbaus geprägt, so gibt es doch zahlreiche Orte überaus hoher gestalterischer Qualität. Neben den bedeutenden kirchlichen Denkmälern und einzelnen herausragenden Profanbauten aller Epochen sind es eben die Räume: Plätze, Grünanlagen, Alleen oder Uferpromenaden, welche die Identität der Stadt wesentlich ausmachen.

Doch viele dieser Stadträume erfüllen heute nicht mehr in angemessener Weise ihre Funktion als öffentliche Lebensräume. Was der Zahn der Zeit und Eingriffe zu diesem oder jenem Zweck nicht allein haben verschlimmern können, erledigen leere Kassen mit ihren Sparzwängen. Das Ergebnis sind nicht selten Unorte, die im Zuge der innerstädtischen Nachverdichtung in Gefahr geraten, als Baulandreserven wahrgenommen zu werden.

Die INITIATIVE STADTOASEN hat sich die Aufwertung solcher innerstädtischen Parks und Plätze zum Ziel gesetzt, zunächst mit dem Fokus auf das mittelalterliche, linksrheinische Köln mit seinen Randgebieten, und später erweiterbar auf weitere Stadtteile. Dies geschieht mittels fundierter interdisziplinärer Ausarbeitungen, in denen – ausgehend von vorhandenen Geschichtszeugnissen und historischen Strukturen sowie den urbanen, gestalterischen, botanischen und stadtklimatischen Besonderheiten – jeweils Analysen erstellt, Ziele entwickelt und konkrete Maßnahmen zur Reparatur oder Umgestaltung vorgeschlagen werden. Wir wenden uns an Einrichtungen der Stadt sowie an eine interessierte Öffentlichkeit, um den Blick zu schärfen und die Wertschätzung dieser Orte zu erhöhen.

Heft 1 behandelte den Pantaleonspark.
Heft 2 hat sich mit der Grünanlage Sachsenring Kartäuserwall beschäftigt.
Heft 3 nimmt sich den Hansaplatz vor.

Obwohl eine der wenigen innerstädtischen Grünanlagen, ist der Hansaplatz in der öffentlichen Wahrnehmung kaum als Park bekannt. Auch seine denkmalrechtliche Unterschutzstellung im Juli 1980 ändert daran nichts – er wird im Wesentlichen von Anliegern oder zufälligen Passanten genutzt und von Vielen als eine Art „Appendix“ zum Klingelpützpark begriffen. Zu dieser Abwertung haben einerseits Alterung und Abnutzung der Ausstattung, aber auch partiell nachteilhafte bauliche Veränderungen und unterlassene Pflege beigetragen. Sicher spielt hierbei auch der laute Verkehr der zwei angrenzenden Hauptverkehrsachsen eine große Rolle. Des weiteren bietet sich am Hansaplatz das Bild eines öffentlichen Raums aus veschiedenen, fast beziehungslos nebeneinander existierenden, teils stark vernachlässigten Zonen und nicht etwa ein „gestalterisches Ganzes“. Dies lässt leicht übersehen, dass der Hansaplatz ganz eigene, unverwechselbare Qualitäten besitzt. Aus Sicht der Initiative verdient er es, wieder zu einem besuchenswerten Ort mit hoher Aufenthaltsqualität gemacht zu werden. Dies kann aber nur durch gezielte verbessernde Maßnahmen geschehen, die an das vorhandene Potential anknüpfen: der Abwechlungsreichtum der historischen Parkanlage, die hochrangigen Denkmäler, die Nachbarschaft zum Klingelpützpark mit seiner entstehenden „Bildungslandschaft Nord“ und die verschiedenen Nutzungsangebote, die am Hansaplatz bereits jetzt bestehen.

Mit der Publikation über den Hansaplatz liegt nun ein drittes Handlungskonzept vor. Die Initiative wünscht sich, dass diese sowie geplante weitere Veröffentlichungen als Anregung für Veränderungsprozesse unter Mitwirkung der Zivilgesellschaft genutzt werden. Auch die Stadtgesellschaft ist herzlich eingeladen, an dem Projekt mitzuwirken.

Im Haus der Architektur Köln stellt die INITIATIVE STADTOASEN den Hansaplatz mit seinen Stärken und Schwächen vor und macht Vorschläge zur Verbesserung.

Zu Gast sind:

  • Dr. Henriette Meynen, Fachfrau für historische Gärten in Köln
  • Ute Becker, Landschaftsarchitektin
  • Barbara Naraghi, Baudirektorin.

Dienstag, 21.03.2017, 19:00 bis 20:00 Uhr | Haus der Architektur Köln, Josef-Haubrich-Hof, 50676 Köln | Veranstalter: Haus der Architektur Köln | Eintritt frei, keine Anmeldung erforderlich

Die Veranstaltungsreihe „Jeden Dienstag 19 Uhr – eine Stunde Baukultur“ wurde im Herbst 2005 gestartet; sie bildet mit bis zu 40 Veranstaltungen pro Jahr den Kern der Aktivitäten des Hauses der Architektur Köln.

Im wöchentlichen Rhythmus werden der breiten Öffentlichkeit grundsätzliche und aktuelle Themen rund um Themenkreise aus Stadtentwicklung, Städtebau, Architektur, Landschaftsarchitektur, Innenarchitektur präsentiert und einer breiten Diskussion zugänglich gemacht.

Besucht werden die Veranstaltungen von der interessierten Stadtgesellschaft: baukulturell interessierte Laien, Betroffene, Planer, Bauherren, Politik, Verwaltung. Je nach Charakter und Aktualität des Themas finden sich zwischen 30 und 100 Besucher ein.

Es ist dem hdak wichtig, Interesse an guter Bau- und Planungskultur zu wecken, Verständnis zu fördern für die zumeist komplexen Zusammenhänge von Stadtplanung und Stadtentwicklung, Hürden abzubauen in der Kommunikation zwischen Nutzern und Machern von Städtebau und Architektur. Dabei kommt es dem hdak nicht nur darauf an, Ergebnisse zu präsentieren, sondern auch den interessanten Prozess auf dem Weg dort hin. Integraler Bestandteil der Veranstaltungen ist das Gespräch, die Diskussion – sowohl zwischen den Referenten, als auch mit dem Publikum.

Datum:
21. März
Zeit:
19:00-20:00
Veranstaltungskategorien:
,

Veranstalter

hdak
Telefon:
0221-3109706
E-Mail:
info@hda-koeln.de
Webseite:
www.hda-koeln.de

Veranstaltungsort

hdak
Josef-Haubrich-Hof
Köln, NRW 50676 Deutschland
+ Google Karte
Telefon:
0221-3109706
Webseite:
www.hda-koeln.de

Wichtiger Hinweis:Alle Angaben ohne Gewähr. Maßgeblich sind die tatsächlichen Informationen des jeweiligen Veranstalters. Bitte informieren Sie sich zur Sicherheit nochmals direkt beim genannten Veranstalter.