10 Jahre Haus der Architektur Köln
Forum für Baukultur: 2005 - 2015

Pressemitteilung, 23. Januar 2015

Vor 10 Jahren, am 25.02.2005, wurde im Haus des Kölner Architekten Prof. Joachim Schürmann, in der Lintgasse 9, an Groß Sankt Martin im Herzen der Stadt, der Förderverein für das „Haus der Architektur Köln“ gegründet. Initiator war der Bund Deutscher Architekten BDA Köln. Neben den großen traditionellen BDA-Montagsgesprächen zu planungs- und baukulturellen Themen war in Köln die Notwendigkeit vertiefender konstruktiver Diskussionen zur Baukultur in kleinerem Kreis offensichtlich geworden. Es brauchte neue Formate des kontinuierlichen kreativen baukuturellen Dialoges. Prof. Schürmann hatte als langjähriges Mitglied dem BDA sein damals leer stehendes Büro- und Wohnhaus zur Nutzung als Geschäftsstelle angeboten. Das Haus war groß genug für weitere Mieter, und das zuvor lange diskutierte Projekt eines „Hauses der Architektur Köln“ (hdak) als ein offenes Forum hatte einen prominenten und baukulturell repräsentativen Ort gefunden - „Das gemeinsame Anliegen für das Gesicht unserer Stadt sollte eine Adresse bekommen“, heißt es im Gründungsprotokoll. Das hdak wurde als gemeinnütziger Verein von ca. 30 Kölner Bürgern ins Leben gerufen, darunter auch bereits zu Beginn baukulturell engagierte Nicht-Architekten.

Es entstand ein neuer Ort der Diskussion, der Einmischung, der Vernetzung, der Bildung und der Fortbildung und ein Schaufenster für Architektur und Städtebau.

Erster Vorsitzender war bis 2011 Prof. Erwin H. Zander, sein Stellvertreter und späterer Nachfolger wurde Christian Schaller. Die gemeinsame Geschäftsführung des Vereins und des BDA Köln lag im ersten Jahr der virulenten Aufbauphase in den Händen von Dr. Ute Chibidziura. Seit 2006 ist Christian Wendling Geschäftsführer des hdak. 2014 wurden Prof. Christl Drey als Vorsitzende und Regina Stottrop und Burkhard Dewey als ihre Stellvertreter im Vereinsvorstand gewählt. Der Verein hat heute rund 230 Mitglieder. Er finanziert sich über Mitgliedsbeiträge, Zuschüsse der Stadt Köln, Spenden und wirbt Sponsorengelder ein.

Das hdak kooperiert mit einer Vielzahl von Partnern aus dem baukulturellen und kulturellen Spektrum: Architekten- und Ingenieurverein AIV / architektinnen initative nw / Architektur Forum Rheinland / Bund Deutscher Architekten BDA Köln / Bund Deutscher Baumeister, Architekten und Ingenieure BDB / Deutscher Werkbund NRW / Fakultät für Architektur der FH Köln / IHK Köln / KAP Forum / Klimakreis Köln / koelnarchitektur / kölner architekturpreis / Kölner Kulturrat / Landesinitiative StadtBauKultur NRW / Leitbild Köln 2020 / Museum für Angewandte Kunst / new talents biennale / plan Biennale / Regionale 2010 / SRL Vereinigung für Stadt-, Regional- und Landesplanung / Stadt Köln / Stadtbibliothek Köln / Tag des guten Lebens / VHS Köln / Wohnungsbauforum Köln u.v.a.

Neuer Standort des hdak seit 2008 und zugleich als im Stadtraum sichtbarer Ort, Signet und Schaufenster des Vereins ist gegenwärtig der weiße hdak-Kubus auf dem Josef-Haubrich-Hof, zentral gelegen im Kulturquartier Agrippaviertel an der Cäcilienstraße zwischen Stadtbibliothek und VHS-Studienhaus. Geplant als Provisorium, wurde der Kubus nach einem Wettbewerbsentwurf von Prof. Gernot Schulz mit Hilfe zahlreicher Sponsoren und Unterstützer gebaut. 2009 war geplant, als hdak in das Erdgeschoss des VHS-Studienhauses zu ziehen. Nach dem Einsturz des Historischen Archivs nutzte jedoch das betroffene Friedrich-Wilhelm-Gymnasium den leer stehenden VHS-Bau, das Umfeld des hdak-Kubus wurde zum Schulhof. Inzwischen ist die Schule an den Waidmarkt zurückgekehrt und Umbau und Sanierung der VHS stehen vor der Fertigstellung. Neue Gespräche mit der Stadt und mit der Gebäudewirtschaft über mögliche kooperative Formen einer finanzierbaren Nutzung des ausgebauten Erdgeschosses des VHS-Studienhauses durch das hdak finden gegenwärtig statt.

Jeden Dienstag 19 Uhr - eine Stunde Baukultur ist das besondere Veranstaltungsformat des hdak, das seit 10 Jahren mit Ausnahme der Schulferien wöchentlich stattfindet, mit kurzem Vortrag und anschließender, oft bewusst sehr persönlicher Diskussion im überschaubaren Rahmen und im „geschütztem Raum“ des hdak-Kubus. Dieses besondere Kölner Format eines baukulturellen Diskussionsangebotes durch eine lokale baukulturelle Initiative ist in Deutschland einmalig. Seit der Gründung des hdak haben alleine in diesem Veranstaltungsformat jährlich ca. 40 Veranstaltungen, also insgesamt rd. 400 Abende „einer Stunde Baukultur“ stattgefunden, mit jeweils 20 bis 100 Besuchern. Die Nachfrage steigt stetig, trotz der zahlreichen anderen großen Veranstaltungen in der Stadt.

Der Kölner Baukultur Kalender des hdak informiert mit wöchentlicher Aktualisierung über alle baukulturellen Veranstaltungen in Köln, auch außerhalb des hdak und an Schnittstellen zu anderen Kulturfeldern, wie Film und Theater. Ein in Köln und in Deutschland ebenfalls einzigartiges Format der baukulturellen Information.

Zielgruppen des hdak sind alle an ihrer Umwelt und deren Gestaltung interessierten Bürger: Bewohner, Nutzer, Planer, Investoren, Besucher, Politiker, Verwalter - also Öffentlichkeit und Fachöffentlichkeit. „Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Bildung und eines vertieften Verständnisses von Fragen der Architektur und des Städtebaus in der Öffentlichkeit“, so die Präambel der Satzung.

Die Themen des hdak, vorrangig Köln bezogen aber auch als „best-practice“ Beispiele anderorts, umfassen ein breites Spektrum: Architektur, Städtebau, öffentlicher Raum, Urbanes Grün und Landschaft, Stadtentwicklung, Stadttechnik, Infrastruktur, Prozesskultur, Beteiligungsformen.

Als Bühne und Forum bietet das hdak allen Akteuren mit Fokus auf baukulturelle Themen Raum und Ort und einen Rahmen für eine konstruktive Diskussion „auf Augenhöhe“, mit Experten wie auch mit fachfremden Bürgern.

Die Vernetzung von Akteuren, Bürgen und Initiativen, kommunikativ und im Dialog, aber auch ganz praktisch, durch Beratung und Unterstützung, hat sich als ein weiteres Alleinstellungsmerkmal des hdak entwickelt. Insgesamt besteht ein Netzwerk von rd. 45 Partnerinstitutionen (Stadt, Land, Bund). In Köln entstanden und im hdak vernetzt sind aber vor allem:

Das Netzwerk für gemeinschaftliches Bauen und Wohnen
Die Baugruppen im Clouth-Quartier
Das Netzwerk Urbanes Grün Köln
Der Dialog Kölner Klimawandel

Eigene Projekte des hdak sind, allen voran mit ebenfalls zehnjähriger Geschichte und mit eigenen Publikationen: Die Via Sacra, die im vergangenen Jahr mit einer feierlichen Veranstaltung ihren vorläufigen Abschluss fand, als das große Arbeitsmodell des Projektes der Stadt Köln als Schenkung überreicht wurde. Im vergangenem Jahr entstand auf Initiative des hdak das Nachbarschaftsprojekt Kulturquartier Agrippaviertel, das sich als Zusammenschluss der zahlreichen freien und städtischen Kultureinrichtungen südlich der Cäcilienstraße und im Umfeld des hdak-Kubus um eine Qualifizierung ihres Quartiers kümmern wird. Das Gestaltungsinteresse der Akteure am Standort Kulturquartier, der freien wie der städtischen, ist unerwartet groß.

Das Haus der Architektur freut sich auf die nächsten 10 Jahre Baukultur in Köln. Es gibt viel zu tun, und der gemeinnützige Verein braucht weiterhin Unterstützung, finanziell und personell. Das hdak möchte am gegenwärtigen Standort im Quartier bleiben, aber der hdak-Kubus wird baulich nur noch wenige Jahre zu halten sein. Eine weitere Aufgabe für das hdak.

Der Verein träumt von einem Kooperationsprojekt, das Erdgeschoss des VHS-Studienhaus am Josef-Haubrich-Hof doch als besonderen Ort in Köln der Kommunikation, der Bildung, der Kultur und der Baukultur gemeinsam mit vielen Kulturakteuren entwickeln und nutzen zu können. Im April feiern die Mitglieder des Vereins mit Gästen den Geburtstag als „Kischblütenfest“vor Ort am hdak-Kubus. Am 18. Juni ist die Bundesstiftung Baukultur zu Gast in Köln, Gastgeber sind der hdak und seine Partner, gemeinsam mit der Stadt Köln.

Zu den bisherigen und vor allem zu den nächsten Veranstaltungen und Aktivitäten des Vereins, u.a. zum Thema Flüchtlinge, Kulturquartier, die kommenden großen und kleine Projekte in Köln und zur OB-Wahl, siehe: www.hda-koeln.de

 

Köln, 23. Februar 2015
Prof. Christl Drey, Vorstandsvorsitzende hdak

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